Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
Die Allgemeinchirugie beinhaltet z. B. die operative Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen.
Als Struma (Kropf) wird eine Vergrößerung der Schilddrüse bezeichnet, diese kann entweder sichtbar sein oder durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Die Schilddrüsenvergrößerung kann gleichmäßig das gesamte Gewebe betreffen oder es können einzelne vergrößerte Knoten vorliegen.
Das Prinzip der Schilddrüsenoperation besteht in der Entfernung des krankhaften Schilddrüsengewebes und reicht von der Ausschälung einzelner Knoten über die teilweise oder komplette Entfernung des Schilddrüsenlappens bis hin zur Entfernung der kompletten Schilddrüse. Die Operation wird hierbei immer nach dem konkreten intraoperativen Befund ausgerichtet. Bei einem bösartigen Tumor werden die gesamte Schilddrüse und die Lymphknoten entlang der Halsgefäße entfernt.
Intraoperative Überwachung des Stimmbandnerven (Neuromonitoring des Nervus recurrens):
Bei einer Schilddrüsenoperation ist der Stimmbandnerv (Nervus recurrens) aufgrund seiner Lage direkt hinter den Schilddrüsenlappen gefährdet. Eine Verletzung des Stimmnerven kann von Heiserkeit über Stimmverlust bis hin zur Notwendigkeit eines Luftröhrenschnittes führen. Hier wird deshalb zur sicheren Schonung des Stimmbandnerven intraoperativ die Funktion des Nervus recurrens überwacht (intraoperatives Neuromonitoring). Hierbei kann zu jedem Zeitpunkt der Operation mittels Elektroden, die an Stimmbändern und Stimmnerven angesetzt werden, die Unversehrtheit überprüft werden.
Bei Leistenbruchoperationen bieten wir Ihnen neben der herkömmlichen Operation mit Leistenschnitt auch die endoskopische Methode mit Einsatz eines Kunststoffnetzes an. Diese Netze verwenden wir auch bei der Behandlung von Narbenbrüchen, damit der Bruch nicht wiederkehrt. Dies ist für den Patienten im Vergleich zur herkömmlichen Methode wesentlich schonender und mit deutlich geringerer Beeinträchtigung und rascher voller Belastbarkeit verbunden.
Die Viszeralchirurgie umfasst alle Eingriffe im Bauchraum bei sämtlichen gut- und bösartigen Erkrankungen.
Tumoroperationen: Es werden bei bös- und gutartigen Tumorerkrankungen sämtliche Operationen an Darm, Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse durchgeführt. Auch bei Metastasen in der Leber oder anderen Organen ist eine operative Behandlung oft möglich und viel versprechend. Die Nachsorge erfolgt auch ggf. mit begleitender Chemotherapie.
Minimal invasive Operationen (Schlüssellochchirurgie): Die minimal invasive Chirurgie stellt eine besonders schonende Methode herkömmlicher Operationen über minimierte Zugänge dar. Die Operation wird mit Kamera und Spezialinstrumenten durch die Bauchdecke "von außen" durchgeführt und über einen Monitor kontrolliert. Krankenhausaufenthalt und Beschwerdesymptomatik sind wesentlich verkürzt, hässliche Narben, die früher üblicherweise lebenslang an den Eingriff erinnerten, entfallen weitgehend.
Gallen- und Blinddarmoperationen werden beinahe ausschließlich in dieser Methode durchgeführt.
Das häufigste Syndrom der Refluxkrankheit ist das Sodbrennen. Die Ursache der Erkrankung ist in den meisten Fällen eine angeborene zu große Lücke im Zwerchfell an der Stelle, an der die Speiseröhre vom Brustkorb in die Bauchhöhle übertritt (Hiatushernie).
Die minimal-invasive Chirurgie bietet auch bei der Refluxerkrankung eine echte Alternative zur lebenslangen Medikamenteneinnahme. Für den laparoskopisch versierten Operateur liegt der Vorteil in der durch die Videoendoskopie gewährleisteten exzellenten Übersicht über das Operationsgebiet und die in dieser Technik schonenderen Operationsinstrumente. Die laparoskopische Technik wurde dahingehend weiterentwickelt, daß einerseits der Verschluß der Zwerchfellücke und die Fixierung des Mageneingangs verbessert wurde und andererseits eine schonendere Ventiltechnik gewählt wurde. Damit ist das immer noch vorhandene Rezidivrisiko auf unter 5% gesunken und operationsbedingte Nebenwirkungen, insbesondere dauerhafte Schluckstörungen, nicht mehr aufgetreten. Auch in der Bauchhöhle und am Magen bereits voroperierte Patienten können bei uns mit dieser schonenden Technik nachoperiert werden.
Für den Patient ist bei dieser Operationsform der Unterschied gegenüber der offenen Technik besonders eklatant. Das Verfahren ist schmerzarm, keine störende Magensonde, keine Wunddrainage nach der Operation, Nahrungsaufnahme schon am Abend des Operationstages. Klinikentlassung nach 3-6 Tagen.
Eingriffe am Dickdarm werden insbesondere bei gutartigen Befunden ebenfalls kamerageführt absolviert.
Die Entfernung großer Polypen oder operative Therapie einer Divertikulitis zählen z. B. zu solchen Eingriffen. Die Divertikulose ist eine gutartige Veränderung des Dickdarms. Es ist vor allem das Sigma (80%) betroffen, allerdings kann die Erkrankung auch in anderen Anteilen des Dickdarms vorkommen. Gelegentlich ist sogar der gesamte Dickdarm betroffen. Es handelt sich um Ausstülpungen des Darms an bestimmten Schwachstellen in der Darmwand. Bei daraus resultierenden entzündlichen Komplikationen können die betroffenen Darmabschnitte laparoskopisch entfernt werden, was für die Befindlichkeit, die Rekonvaleszenz und die Vermeidung operationsbedingter Verwachsungen von großer Bedeutung ist. Unklare Bauchbeschwerden, die zu Verdauungsbeschwerden, Schmerzen und Passagebehinderungen durch Verwachsungen (Adhäsionen) führen, können ebenfalls minimal invasiv erfolgreich behandelt werden.
Anwendung des "Fast Track" Konzeptes:
Grundsätzlich könnten alle geplanten, bauchchirurgischen Eingriffe in dieser Weise durchgeführt werden, vor allem aber sind dafür Dickdarmerkrankungen/ Operationen geeignet wie z. B. Divertikelkrankheiten, Tumore des Dick- und Enddarms oder auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Was bedeutet "Fast Track"?
Nach Operationen im Bauchraum, insbesondere bei Darmoperationen gibt es eine Kette von Ursachen, die für allgemeine Folgen eines operativen Eingriffs verantwortlich sind:
Um diese Punkte positiv zu beeinflussen wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Methoden und Verfahren entwickelt, aus dem das Konzept "Fast Track" entstanden ist. Durch dieses Konzept wurden die allgemeinen Risiken verringert, der Patient erholt sich wesentlich besser und schneller nach einer Operation.
Wichtige Punkte des „Fast Track“ Konzeptes sind z. B.
Das Zusammenwirken dieser Einzelbausteine ermöglicht es dem Patienten z. B. nach einer Dickdarmoperation schon 3 – 5 Tage nach dem Eingriff nach Hause entlassen zu werden.
Die Gastric-Banding-Operation nehmen wir laparoskopisch, d.h. minimal-invasiv (Stichwort "Schlüssellochchirurgie") vor.
Die chirurgische Behandlung der Adipositas mit dem Magenband (gastric banding) ist ein Baustein der Adipositastherapie in unserer Abteilung.
Das Magenband wird um den oberen Teil des Magens gelegt und teilt so den Magen in zwei Hälften. In der oberen kleinen Magentasche ist nur Platz für kleine Nahrungsmittelmengen. Durch die kleine, durch das Band gebildete Öffnung gelangt die Nahrung langsam in den unteren Teil. Dadurch hält das Sättigungsgefühl länger an und Hungergefühle bleiben aus. Im Durchschnitt lässt sich das Übergewicht mit Hilfe des Magenbands um bis zu zwei Dritteln reduzieren. Damit ist die Gastric-Banding-Operation vergleichbar mit anderen operativen Methoden.
Vorteile der Gastric-Banding-Operation im Vergleich zu anderen operativen Methoden:
Die Gefäßchirurgie umfasst das Gesamtgebiet der konservativen und operativen Behandlung arterieller und venöser Gefäßerkrankungen, der Gefäßmißbildungen, der Gefäßverletzungen einschließlich der arteriellen Verschlußkrankheit (Schaufensterkrankheit), der Aneurysmaerkrankung (Aussackungen der Schlagadern), der Carotischirurgie (drohender Schlaganfall bei verengten hirnversorgenden Gefäßen), der gesamten Bypasschirugie (einschließlich der Gefäßumgehungen bis zum Fuß) sowie die Behandlung von Krampfadern.
Grad und Intensität der Durchblutungsstörung werden ambulant in unserer Gefäßsprechstunde bereits vor Aufnahme in den stationären Bereich diagnostiziert und hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit beurteilt. Nach Abschluss der stationären Behandlung kann auch weiterhin die langfristigen Überprüfung des Behandlungsergebnisses und der Durchblutungssituation in der Sprechstunde durchgeführt werden.
Durchgeführt werden: