Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

Die PeriduralanästhesieDie Periduralanästhesie ermöglicht Schmerzfreiheit für alle Eingriffe unterhalb des Bauches sowie an Becken, Unterleib und Beinen. Ihr Anästhesist betäubt dabei die vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven. Dazu spritzt er ein Betäubungsmittel an einer bestimmten Stelle der Wirbelsäule in Ihren Rücken.
Zunächst wird mit einer Hohlnadel (1) der Raum über der harten Rückenmarkshaut (Periduralraum (3)) aufgesucht. Dies ist nicht sehr schmerzhaft, da die Einstichstelle vorher betäubt wird. Über diese Hohlnadel wird dann ein sehr dünner, flexibler Kunststoffschlauch (Periduralkatheter (2)) in den Periduralraum (3) eingeführt. Danach wird die Hohlnadel entfernt. Über den Periduralkatheter wird dann Lokalanästhetikum gegeben. Das Betäubungsmittel wirkt nach etwa 15 Minuten: Der betäubte Bereich wird warm und gefühllos. Sie können Ihre Beine danach möglicherweise mehrere Stunden nicht oder nur eingeschränkt bewegen.

Einführen des Katheters in den PeriduralraumFür länger dauernde Eingriffe und/oder eine anschließende Schmerzbehandlung können mittels einer Schmerzpumpe über den Periduralkatheter wiederholt bzw. fortlaufend schmerzlindernde Medikamente gegeben werden.
Zur Entspannung können Sie Ihre Lieblingsmusik auf einer CD in den Operationsbereich mitnehmen und über Kopfhörer genießen.
Sollte die Wirkung der Periduralanästhesie nicht ausreichen, um Sie schmerzfrei operieren zu können oder sollten andere Komplikationen auftreten, so kann ein Übergang zur Allgemeinanästhesie erforderlich werden.