Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
Sehr geehrter Besucher unserer Homepage,
bereits seit 2005 veröffentlicht die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Ev. Waldkrankenhauses Spandau regelmäßig ausführliche Jahresberichte, um Eltern und Fachkreisen die erzielte Behandlungs- und Prozessqualität der verschiedenen Bereiche der Abteilung transparent zu machen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 26. Mai 2009 für alle Neonatologien in Deutschland verbindlich festgelegt, dass für den Teilbereich der sehr unreifen Frühgeborenen die Ergebnisqualität der Behandlung in festgelegter Struktur auf den Internetseiten der jeweiligen Krankenhäuser veröffentlicht werden muss.
Ich begrüße diese neue Regelung. Durch strukturierte Veröffentlichung der Behandlungsqualität wird der Vergleich zwischen Einrichtungen einfacher und Transparent.Auserdem entstehen durch die Vergleichsmöglichkeit Anreize, die neonatologische Behandlungsqualität in Deutschland weiter zu verbessern.
Der Leser unserer Jahresberichte wird sich schnell an die kleinen Änderungen und die zum Teil neuen Darstellungen gewöhnen, die auch in unsere zukünftigen Berichte übernommen werden. Bis zur Fertigstellung unseres aktuellen Jahresberichtes mit den Zahlen aus allen Bereichen der Klinik für 2008, finden Sie hier die Ergebnisqualität zu sehr unreifen Frühgeborenen als Auszug kommentiert dargestellt (vgl. unten). Im Jahresbericht wird dann auch die für Sie gewohnte, freiwillige und vergleichende Darstellung unserer Behandlungsergebnisse mit den Daten des Vermont Oxford Neonatal Networks (VON), einem weltweiten Zusammenschluss von mehr als 600 neonatologischen Zentren auf allen Kontinenten – die zusammen mehr als 49.000 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht <1.500g pro Jahr erfassen – in bewährter Form enthalten sein - an dem wir als eine von nur zwei Deutschen Kliniken teilnehmen.
Ich freue mich über Ihre Anregungen oder Kommentare.
Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Ärztlicher Direktor des Ev. Waldkrankenhaus Spandau
Das Behandlungsergebnis wird von der Schwere eines medizinischen Problems beeinflusst. Sollen medizinische Leistungen vergleichend beurteilen werden, so ist es notwendig einen Überblick über den Schweregrad der Erkrankungen der Patienten zu gewinnen, die in den zu vergleichenden Kliniken behandelt werden. In der folgenden Tabelle finden Sie maßgebliche Größen dargestellt, die bei Neugeborenen einen Einfluss auf den Behandlungserfolg haben.
Die wichtigste Größe für die Beurteilung des Risikos von Frühgeborenen ist das Geburtsgewicht, das mit der Schwangerschaftsdauer, also der Reife der Frühgeborenen korreliert. Eigentlich wäre die Reife das noch bessere Kriterium, um das Risiko eines Frühgeborenen abschätzen zu können. Da die Reife aber nicht einfach und sicher zu bestimmen ist, hat der G-BA das Geburtsgewicht zur Abschätzung des Risikoprofils vorgegeben. Schwerwiegende angeborene Fehlbildungen, die Geburt außerhalb eines Zentrum (sodass ein Notfallfrühgeborenetransport notwendig wird), Mehrlingsschwangerschaft und männliches Geschlecht sind negativ mit dem Behandlungserfolg verknüpft (vgl. Erklärung des G-BA; unten).
Tabelle 1: Übersicht und Risikoprofil über die Früh- und Termingeborenen mit einem Geburtsgewicht <1500g, Neonatologie des Ev. Waldkrankenhauses Spandau / 2008
| Letztes Kalenderjahr | 5-Jahres Ergebnisse* | |
|---|---|---|
| Geburtsjahrgang | 2008 | Dargestellt sind die Geburtenjahrgänge von 2006 bis 2008 |
| Gesamtzahl der Kinder < 1500g (n) | 21 | 73 |
| <500g (n) | 0 | 2 |
| 500-749g, (n) | 1 | 14 |
| 750-999g, (n) | 7 | 13 |
| 1000-1249g, (n) | 6 | 20 |
| 1250-1499g, (n) | 7 | 24 |
| Männlich, n [%] | 9 (43) | Nicht erfasst |
| Mehrlingskinder, n [%} | 6 (29) | |
| Außerhalb geboren; n [%] | 0 | Nicht erfasst |
| Gestationsalter Median (Minimum-Maximum) |
28,2 (25,1-32,0) | Nicht erfasst |
| Kinder mit Prognoseentscheidenden, angeborenen Fehlbildungen, n [%] | 1 (Potter Sequenz) | 3 (Potter Sequenz; Hypopl. Linksherz; Gastrochisis) |
Die Tabelle enthält die Anzahl aller Lebendgeborenen einschließlich der im Kreißsaal verstorbenen oder fehlgebildet geborenen Kinder, sowie alle während der Neonatalperiode verlegten oder von außen zugewiesenen Kinder mit einem Geburtsgewicht < 1.500g. Bis zu 28 Tage nach dem errechneten Geburtstermin verlegte und ggf. auch verstorbene Kinder werden von beiden Perinatalzentren (verlegendes und aufnehmendes) in obiger Tabelle geführt.
Erläuterung: das Sterberisiko ist um so höher, je geringer das Geburtsgewicht und das Gestationsalter (berechnet nach der Naegele-Regel, evtl. korrigiert nach geburtshilflichem Ultraschall). Ebenfalls besteht ein erhöhtes Sterberisiko bei prognoseentscheidenden, angeborenen Fehlbildungen, männlichem Geschlecht, Geburt außerhalb des Perinatalzentrums und bei Mehrlingskindern. Die %-Angaben beziehen sich auf die Gesamtzahl der Früh- und Termingeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1.500g Geburtsgewicht.
* Die Erfassung beginnt mit dem Jahr 2006 und wird jedes Jahr um einen Jahrgang erweitert bis fünf Jahrgänge komplett sind.
Tabelle und Anmerkungen entsprechen der Tabelle 1 nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses; nach der Veröffentlichung im BAnz. Nr. 76 (S. 1 794) vom 26.5.2009.
In der folgenden Tabelle sind Anzahl und Überlebensrate der behandelten Frühgeborenen aufgeführt. Die Darstellung ist so gewählt, dass bei einer Auswertung nach den Risikofaktoren Geburtsgewicht und Reife (Schwangerschaftswochen = SSW) Risikogruppen gebildet werden können. Dadurch kann der Behandlungserfolg auch getrennt für verschiedene Risikogruppen beurteilt werden kann.
Tabelle 2: Anzahl und Überlebensrate sehr unreifer Frühgeborener (<1.500g Geburtsgewicht), 2008.
Neonatologie des Ev. Waldkrankenhauses Spandau.
| Geburtsgewicht / SSW | ≤23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ≥32 | Summe | Überlebensrate in [%] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 500g | 0 | |||||||||||
| 500g - 749g | (1) | (1) | 0 | |||||||||
| 750g - 999g | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 7 | 100 | ||||
| 1.000g – 1.249g | 2 | 2 | (1) | 1 | 5(1) | 83 | ||||||
| 1.250g – 1.499g | 4 | 1 | 2 | 7 | 100 | |||||||
| Summe | 19(2) | 91 | ||||||||||
| Überlebensrate [%] | 50 | 100 | 100 | 50 | 100 | 100 | 100 | 91 |
Die Tabelle enthält die Anzahl aller Lebendgeborenen einschließlich der im Kreißsaal verstorbenen oder fehlgebildet geborenen Kinder, sowie alle während der Neonatalperiode verlegten oder von außen zugewiesenen Kinder mit einem Geburtsgewicht < 1.500g. Die Anzahl der Verstorbenen wird in runden Klammern aufgeführt. Bis zu 28 Tage nach dem errechneten Geburtstermin verlegte und ggf. auch verstorbene Kinder werden von beiden Perinatalzentren (verlegendes und aufnehmendes) in obiger Tabelle geführt. Angegeben werden Ergebnisse bis zur (ersten) Entlassung oder Verlegung.
Erläuterung: Entsprechend der AWMF Leitlinie 024-019 (letzte Aktualisierung 12/2007) der Fachgesellschaften ist die Versorgung von Frühgeborenen < 25 SSW von ethischen und medizinischen Aspekten abhängig. Daher sind die Überlebensraten dieser Frühgeborenen bei der Interpretation der Versorgungsqualität nur eingeschränkt bewertbar.
( ) Anzahl der verstorbenen Kinder; SSW= Schwangerschaftswoche.
Tabelle und Anhang entsprechen Tabelle 2 nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses; nach der Veröffentlichung im BAnz. Nr. 76 (S. 1 794) vom 26.5.2009.
Statistiker arbeiten gern mit großen Zahlen, am besten mit vielen tausend Beobachtungen um den Einfluss des Zufalls auf denn untersuchten Zusammenhang zu minimieren. Im Vergleich dazu sind die Behandlungszahlen von sehr unreifen Frühgeborenen an allen Zentren klein. Es stellt sich bei der Beurteilung des Behandlungserfolges einer Einrichtung die Frage, ob ein Ergebnis durch Zufall zustande gekommen ist, oder ob es wirklich die Qualität der Behandlung widerspiegelt. Ist ein Ergebnis möglicherweise nur durch Zufall gut, so ist daran nichts zu beanstanden da daraus ja kein Schaden entstanden ist. Problematisch ist der Einfluss des Zufalls insbesondere bei der Beurteilung schlechter Ergebnisse.
Um den Einfluss des Zufalls zu minimieren können die Ergebnisse mehrerer Jahre zusammenfasst werden. So kann mit größeren Zahlen gerechnet werden. Statistisch wird das Ergebnis dadurch sicherer und ist weniger dem Einfluss des Zufalls ausgesetzt. Leider können nicht unbeschränkt Daten zusammengefasst werden. Ändert sich z.B. die Therapie maßgeblich, so ist eine gemeinsame Auswertung unter Umständen nicht mehr sinnvoll. Darum wurde in der folgenden Tabelle 3 vom G-BA das Zusammenführen von Jahresergebnissen für maximal 5 Jahrgänge gefordert.
Tabelle 3 :Anzahl und Überlebensrate sehr unreifer Frühgeborener (<1.500g Geburtsgewicht), 5-Kalenderjahres Ergebnisse*. Dargestellt sind die Geburtsjahrgänge 2006-2008.
Neonatologie des Ev. Waldkrankenhauses Spandau.
| Geburtsgewicht / SSW | ≤23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ≥32 | Summe | Überlebensrate in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 500g | (2) | (2) | 0 | |||||||||
| 500g - 749g | (1) | 1 | 6 (1) | 2 | 1 | 1 | 1 | 12 (2) | 86 | |||
| 750g - 999g | 1 | 3 (1) | 3 | 1 (1) | 1 | 1 | 1 | 11 (2) | 85 | |||
| 1.000g – 1.249g | 3 | 5 (1) | 1(1) | 4 | 3 | 2 | 18 (2) | 90 | ||||
| 1.250g – 1.499g | 1 | 3 | 7 | 7 | 6 | 24 | 100 | |||||
| Summe | 65 (8) | 89 | ||||||||||
| Überlebensrate [%] | 0 | 100 | 88 | 83 | 100 | 80 | 86 | 100 | 100 | 100 | 89 |
Die Tabelle enthält die Anzahl aller Lebendgeborenen einschließlich der im Kreißsaal verstorbenen oder fehlgebildet geborenen Kinder sowie alle während der Neonatalperiode verlegten oder von außen zugewiesenen Kinder mit einem Geburtsgewicht < 1500g. Die Anzahl der Verstorbenen wird in runden Klammern aufgeführt. Bis zu 28 Tage nach dem errechneten Geburtstermin verlegte und ggf. auch verstorbene Kinder werden von beiden Perinatalzentren (verlegendes und aufnehmendes) in obiger Tabelle geführt. Angegeben werden Ergebnisse bis zur (ersten) Entlassung oder Verlegung.
Erläuterung: Entsprechend der AWMF Leitlinie 024-019 (letzte Aktualisierung 12/2007) der Fachgesellschaften ist die Versorgung von Frühgeborenen < 25 SSW von ethischen und medizinischen Aspekten abhängig. Daher sind die Überlebensraten dieser Frühgeborenen bei der Interpretation der Versorgungsqualität nur eingeschränkt bewertbar.
( ) Anzahl der verstorbenen Kinder; SSW= Schwangerschaftswoche.
* Die Erfassung beginnt mit dem Jahr 2006 und wird jedes Jahr um einen Jahrgang erweitert bis fünf Jahrgänge komplett sind.
Tabelle und Anhang entsprechen Tabelle 3 nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses; nach der Veröffentlichung im BAnz. Nr. 76 (S. 1 794) vom 26.5.2009.
Die Anzahl der verstorbenen Patienten ist, unter Berücksichtigung des Risikoprofils einer Einrichtung, ein grobes Maß, um die Behandlungsqualität eines Zentrums beurteilen zu können. Das Auftreten typischer Komplikationen – unter deren Folgen die überlebenden Frühgeborenen und deren Familien unter Umständen ein leben Lang zu leiden haben – werden darum zusätzlich zur Beurteilung der Behandlungsqualität herangezogen (vgl. Tab.4):
Tabelle 4: Kurzzeit-Morbidität: Gehirnblutungen (IVH), Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) und nekrotisierende Enterokolitis (NEC) bei Früh- und Termingeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1500g (in Absolutzahlen und in Prozent)
Vorjahr/Gewichtsklasse |
<500g | 500-749g | 750-999g | 1000-1249g | 1250-1499g | <1500g (Summe) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Kinder, n (%) | 0 | 1 (5) | 7 (37) | 4 (21) | 7 (37) | 19 (100) |
| Nicht sonographiert, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Keine IVH, n (%) | 1 (100) | 6 (86) | 4 (100) | 7 (100) | 18 (95) | |
| IVH-Grad 1, n (%) | ||||||
| IVH-Grad 2, n (%) | 1 (14) | |||||
| IVH-Grad 3, n (%) | ||||||
| IVH-Grad 4, n (%) | ||||||
| Fundus nicht Untersucht, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Retinopathie (ROP) mit Operation | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| NEC mit Operation oder Verlegung, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Entlassen nach Hause ohne IVH > II°, ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf und ohne Operation einer NEC und ohne Laser- oder Kryotherapie einer ROP, n (%) | 1 (100) | 7 (100) | 4 (100) | 7 (100) | 19 (100) | |
| 5-Jahres-Ergebnisse*/ Gewichtsklasse. Dargestellt sind die Geburtsjahrgänge von 2006-2008 | <500g | 500-749g | 750-999g | 1000-1249g | 1250-1499g | <1500g (Summe) |
| Anzahl der Kinder, n (%) | 13 (19) | 13 (19) | 18 (26) | 24 (35) | 68 (100) | |
| Nicht sonographiert, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine IVH, n (%) | 12 (92) | 11 (85) | 17 (94) | 23 (96) | 18 (95) | |
| IVH-Grad 1, n (%) | 0 | |||||
| IVH-Grad 2, n (%) | 1 (8) | 2 (15) | 1 (4) | 4 (6) | ||
| IVH-Grad 3, n (%) | 0 | |||||
| IVH-Grad 4, n (%) | 1 (6) | 1 (1,5) | ||||
| Fundus nicht Untersucht, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Retinopathie (ROP) mit Operation | 0 | 0 | 1 (6) | 0 | 1 (1,5) | |
| NEC mit Operation oder Verlegung, n (%) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Entlassen nach Hause ohne IVH > II°, ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf und ohne Operation einer NEC und ohne Laser- oder Kryotherapie einer ROP, n (%) | 13 (100) | 13 (100) | 16 (89) | 24 (100) | 66 (97) |
* Die Erfassung beginnt mit dem Jahr 2006 und wird jedes Jahr um einen Jahrgang erweitert bis fünf Jahrgänge komplett sind.
Die Tabelle bezieht sich auf alle im Berichtszeitraum Geborenen (auch die außerhalb des Perinatalzentrums Geborenen), im Perinatalzentrum behandelten und schließlich bis zum Berichtstermin (31. Mai des Folgejahres) nach Behandlung lebend entlassenen oder verlegten Kinder (Zeile 1 Anzahl der Kinder). Kinder, die nicht bis zum Berichtstermin entlassen oder verlegt wurden, werden nur in der kumulativen Ergebnisdarstellung aufgeführt. Die % Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Anzahl der Kinder in der jeweiligen Gewichtsklasse. Dargestellt sind alle Blutungen, die während des (ersten) stationären Aufenthaltes diagnostiziert wurden.
Tabelle und Anhang entsprechen Tabelle 4 nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss; nach der Veröffentlichung im BAnz. Nr. 76 (S. 1 794) vom 26.5.2009).
Wird sich ein Frühgeborenes normal entwickeln? Ist wirklich keine Beeinträchtigung nach Frühgeburtlichkeit zurückgeblieben? Diese Fragen können leider nicht durch einfache Untersuchungen beantwortet werden. Zur endgültigen Klärung muss der Verlauf der Entwicklung beobachtet werden. Das zeigt sich leider abschließend erst Monate nach der Entlassung aus der stationären Behandlung. An Häufigkeit von Erkrankungen, die ehemalige Frühgeborenes langfristig begleiten, der sogenannten „Langzeitmorbidität“, lässt sich sehr nachhaltig die Behandlungsqualität eines Zentrums in Bezug auf die überlebenden Frühgeborenen unter Berücksichtigung des Risikoprofils (vgl. oben) beurteilen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat darum eine entwicklungsdiagnostische Nachuntersuchung eingeführt. Diese wird im korrigierten Alter (vgl. unten) von 20 Monaten durchgeführt. Erste Untersuchungsergebnisse werden darum hier erst 2010 vorliegen können.
Tabelle 5: Vollständigkeitsanalyse der entwicklungsdiagnostischen Nachuntersuchung im Reife-korrigierten Alter von 2 Jahren. Kumulierte Darstellung der letzten 5 untersuchten Geburtsjahrgänge*
ab 2008*. Darstellung der Geburtsjahrgänge ab 2008.
Geburtsgewichtsklasse |
<500g | 500-749g | 750-999g | 1000-1249g | 1250-1499g | <1500g (Summe) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lebend entlassen, n | ||||||
| Zur Nachuntersuchung einbestellt, (n) | 0 | 0 | 7 | 5 | 6 | 18 |
| Zur Nachuntersuchung erschienen, (n) | ||||||
| Entwicklungsdiagnostik nicht möglich, (n) | 1* Verlegt | 1 |
Reife-Korrigierte bedeutet, dass das Kind 2 Jahre nach dem errechneten Termin untersucht wird.
* Die Erfassung beginnt mit dem Jahr 2008 und wird jedes Jahr um einen Jahrgang erweitert bis fünf Jahrgänge komplett sind.
Tabelle und Anhang entsprechen Tabelle 5 nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss; nach der Veröffentlichung im BAnz. Nr. 76 (S. 1 794) vom 26.5.2009.
Wünschen Sie weitere Informationen zu unserer Qualitätssicherung in der Neonatologie, oder haben Sie Fragen zu unseren Behandlungsergebnissen, können Sie gerne unseren ausführlichen Klinik-Jahresbericht anfordern, oder einen Termin für ein persönliches Gespräch über das Sekretariat der Klinik vereinbaren.
Ich freue mich über Ihre Anregungen oder Kommentare.
Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Ärztlicher Direktor des Ev. Waldkrankenhaus Spandau
| Downloads: | Jahresbericht 2005 (PDF 0,9 MB) | |
| Jahresbericht 2006 (PDF 1,65 MB) | ||
| Jahresbericht 2007 (PDF 1,35 MB) |